Leitungswechsel in der Diakoniestation Wiehl

Interview mit Frau Gabriele Krampe
Gabriele Krampe Pflegedienstleitung Wiehl

Wiehl: In der Diakoniestation Wiehl gab es einen Leitungswechsel. Der Aufsichtsrat hat Frau Gabriele Krampe als neue Pflegedienstleitung eingesetzt. Wir haben mit ihr ein Interview geführt:

    Frau Krampe, Sie sind die neue Pflegedienstleitung der   
   Diakoniestation in Wiehl. Bitte stellen Sie sich kurz vor.
Ich heiße Gabriele Krampe, bin am 09.11.1969 in Gummersbach geboren und wohne in Bergneustadt, Ortsteil Wiedenest. Ich bin verheiratet und habe 4 Kinder im Alter von 26, 24, 16 und 12 Jahren (2 Töchter und 2 Söhne).

    Sie hatten bereits eine Ausbildung absolviert und sind einem Beruf
    nachgegangen. Was hat Sie motiviert, in die Altenpflege zu
    wechseln?

Ich war 17 Jahre lang Sachbearbeiterin in der Metallverarbeitungsbranche. Die Arbeit mit Menschen hat mich schon immer fasziniert. Deshalb war ich des Öfteren in der Grundschule meiner Kinder ehrenamtlich tätig sowie auch in der evangelischen Kirchengemeinde auf dem Hackenberg.
Als 2010 in Bergneustadt ein neues Altenheim eröffnet wurde, habe ich dort mein Glück versucht und mich beworben. Die damalige PDL stand meiner Bewerbung skeptisch gegenüber, da ich überhaupt keine Erfahrung in der Altenpflege hatte. Trotzdem bekam ich dort eine Chance. Bereits am 2. Tag im Praktikum stand für mich fest: Das ist das, was du tun möchtest. Für hilfebedürftige Menschen da zu sein und das mit Herz und Verstand.
Nach 2 Jahren, die ich als Pflegehelferin gearbeitet habe, bin ich dann 2012 in die Altenpflegeausbildung gegangen und habe meine Prüfung im Oktober 2015 erfolgreich abgeschlossen. Im Januar 2016 habe ich dann zur Diakoniestation Wiehl gewechselt.

    Sie sind aus dem stationären in dem ambulanten Bereich
    gewechselt. Worin sehen Sie die Vorteile?

Der größte Vorteil in der ambulanten Pflege besteht für mich eindeutig darin, dass Pflege zu Hause stattfinden kann. Plötzlich von anderen abhängig zu sein ist ein großer Lebensumbruch. Da ist es für den Pflegebedürftigen sehr wichtig, in seiner gewohnten Umgebung bleiben zu können. Dort, wo er sich geschützt und geborgen fühlt. In dieser Lebenssituation den Menschen begleiten zu können, mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und Gast in seinem Hause sein zu dürfen. Das ist für mich der größte Vorteil der ambulanten Pflege.

    Nach Jahren im privaten Bereich sind Sie in der Diakonie heimisch
    geworden. Was macht die Arbeit hier so anders?
Das Wort „anders“ sagt in seiner Definition aus, dass es verwendet wird um auszudrücken, dass etwas im Vergleich zu einer anderen Person oder Sache mit anderen Merkmalen ausgestattet ist.
Wir pflegen weiterhin in der Tradition der Gemeindeschwestern. Um neben der Nächstenliebe auch den Glauben zu den Menschen zu tragen, zahlen die Trägergemeinden der Gesellschaft diakonische- oder auch seelsorgerische Beiträge. Dieses gibt uns als Diakoniestation mehr Zeit für den Pflegebedürftigen. Wichtige Minuten, die wir bei unseren Pflegebedürftigen einsetzen können. Ganz besonders wichtig ist das für palliative Klienten und deren Angehörige, die auf ihrem letzten Weg Gespräche, Begleitung, Zuspruch und Trost besonders benötigen. Denn alles was getan wird, verdient es gut getan zu werden. Es gibt mir und den Kollegen Sicherheit und die nötige Ruhe in der Pflege. Das ist anders an der Diakonie und in der heutigen schnellen Zeit etwas ganz Besonderes.